Teure Souvenirs am Strand - Knöllchen und mehr ....

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Teure Souvenirs am Strand

An immer mehr Playas wird das Parken verboten oder kostenpflichtig. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen.

Auf der Suche nach Erholung und möglichst unberührter Natur führt der Weg an den Strand. Da mutet es geradezu absurd an, dass man bei der Anreise wenig auf Umweltaspekte achtet. Die meisten Strandbesucher sehen es nämlich nach wie vor als völlig normal an, per Auto ihr Ziel zu erreichen – und das sollte möglichst gleich neben dem Badetuch parken. Die Folgen liegen auf der Hand: Der Naturraum Strand, seine Umgebung und die natürliche Infrastruktur werden nachhaltig zerstört. Immer mehr Gemeinden ergreifen deshalb Maßnahmen, um die Besucherströme zu den Stränden per PKW einzudämmen. Bestes Beispiel: Es Trenc im Süden von Mallorca.

Shuttle nach Es Trenc

Weil das Umweltministerium aus dem fast drei Kilometer langen Traumstrand zwischen Sa Ràpita und Sant Jordi samt seiner umliegenden Gebiete ein Naturschutzgebiet machen will, steht, nicht zuletzt, die Parkplatzsituation im Fokus der Neuorganisation. Minister Vicenç Vidal kündigte an, die Zahl der Parkplätze auf 1.500 zu begrenzen, 500 weniger als bisher. Mehr verkrafte das dortige Ökosystem nicht, so Vidal, und beruft sich auf eine aktuelle Belastbarkeitsstudie. Die Parkmöglichkeiten sollen auf Ses Covetes (300) sowie die beiden Zufahrtsstraßen nach Ses Covetes (800) und nach Es Salobrar (400) beschränkt werden.

Obwohl das Projekt „Naturschutzgebiet Es Trenc-Salobrar“ sicher erst im nächsten Jahr umgesetzt wird, sind die Veränderungen spürbar: Inzwischen wird ein Shuttlebus zwischen dem Yachthafen Sa Ràpita und Es Trenc eingesetzt, der mehrmals täglich verkehrt und einen ersten, deutlichen Fingerzeig an Autofahrer gibt.

Großaufgebot der Polizei

Aufpassen sollten Strandbesucher, die auf das Auto setzen, auch an der Cala Varques (Gemeinde Manacor) im Osten von Mallorca. Hier wird im Sommer regelmäßig kontrolliert, die Lokalpolizei verteilt fleißig Knöllchen und rückt oftmals mit einem Großaufgebot an Beamten an. Das Parken an der Zufahrt zur Cala Varques ist verboten, auch wildes Campen steht unter Strafe. Und die kann teils im dreistelligen Bereich liegen.

Ebenso besteht ein Parkverbot in der ersten Meereslinie von Son Serra de Marina, das zur Gemeinde Santa Margalida gehört. Die Gemeinde will damit einen freien Blick auf das Meer gewährleisten und reagiert damit auf Anwohnerwünsche. Vor allem Wohnmobile sorgten bei den Anrainern für Verdruss. Das Parkverbot gilt mittlerweile auch für einige angrenzende Straßen.

Marc Fischer

Marc Fischer

Redakteur

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