Can Quet: Schlemmen wie im Paradies Featured

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Von der Restaurant-Terrasse genießt man atemberaubende Ausblicke auf das Tal von Deià Von der Restaurant-Terrasse genießt man atemberaubende Ausblicke auf das Tal von Deià

Bereits der Weg zum Restaurant ist ein Schmaus für die  Sinne. Von Palma kommend geht es über  Valldemossa auf der kurvenreichen MA-10  entlang der Küste mit atemberaubenden Ausblicken aufs Meer nach Deià. Rund 200 Meter nach dem Ortsschild führt ein Weg rechts hinauf zum Parkplatz des Restaurants Can Quet, das ausschließlich abends ab 19 Uhr seine Pforten öffnet. Es gehört zu der etwas weiter oberhalb gelegenen Nobelunterkunft "Es Molí", die in den 90er Jahren als Schauplatz der deutschen Fernsehserie "Hotel Paradies" diente. Ein Titel, der beim Anblick des üppig beflanzten Restaurantgartens und seinen von Bougainvillea berankten Terrassen keinesfalls übertrieben klingt. Insbesondere eine Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das letzte Tageslicht die Berge im Hintergrund des Tals von Deià in unzähligen Rottönen schimmern lässt.

Neben den Hotelgästen wird das "Can Quet" von zahlreichen auswärtigen Besuchern frequentiert, es empfiehlt sich daher auch unter der Woche stets einen Tisch zu reservieren. Insbesondere dann, wenn man auf der oberen Terrasse essen möchte. 

Der Chef im Haus ist ein Argentiner, Patricio Molino. Fleisch spielt aus diesem Grund eine tragende Rolle auf seiner Karte. Es wird ebenso wie fast alle Fischgerichte sowie die Gemüse-Beilagen auf einem Josper-Grill oder in dem dazugehörigen Ofen zubereitet. 

Der Küchenstil von Patricio Molino ist minimalistisch, was jetzt aber nicht heißen soll, dass die Portionen spärlich ausfallen. Alle Zutaten sind tagesfrisch und werden auf dem Teller elegant angerichtet. 

Unter den Vorspeisen wählten wir bei unserem Besuch die hausgemachten Kroketten (12 Euro), wechselweise gefüllt mit iberischem Schinken, Spinat und getrüffelten Pilzen. Lecker, wenn auch etwas scharf, war ebenfalls das Ceviche mit Adlerfisch, Früchten und Süßkartoffel (18,50 Euro). Zum Teilen - allein isst man anschließend gar nichts mehr - bestellten wir zudem eine Platte mit Iberischem Jabugo-Schinken (22 Euro), zu dem mallorquinisches Brot, Ramallet-Tomate und Meeresfenchel gereicht wurden. Der Service war familiär-freundlich, dabei stets aufmerksam. Lange Wartezeiten gab es nie. 

Doch jetzt zu den Hauptspeisen. Hier machten wir einen kleinen Fehler. Statt auf den Rat von Ana zu hören, einer äußerst sympathischen Bedienung, wählten wir statt dem von ihr vorgeschlagenen Entrecote (24 Euro) - dessen Fleisch stammt aus einer Rinderzucht in Galicien - das Rinderfilet mit Sauce Foyot (22 Euro). Beide auf dem Grill zubereiteten Fleischgerichte waren exzellent, das Entrecote, das unsere Tischbegleitung bestellte, aber noch eine Spur exzellenter. Küchenchef Patricio Molino selbst empfahl uns die mallorquinische Milchlammschulter (24 Euro) oder das aragonische Lammrack (22,50). 

Natürlich kommen auch Fischliebhaber im Can Quet auf ihre Kosten. Hier reicht das Angebot auf der Karte vom Wolfsbarschfilet mit Remouladensauce (21 Euro) über Lachsfilet (19,50 Euro) und gegrilltem Kalamar mit Blumenkohlpürree und Zitrus-Gel (20,75 Euro) bis zum gratinierten Kabeljau (23 Euro). Wie gesagt, trotz der minimalistisch wirkenden Anrichtung auf dem Teller waren die Portionen mehr als ausreichend. Wer möchte, kann sich zudem verschiedene Extra-Beilagen vom Grill wie gebackene Auberginen, grünen Spargel, sautierte Pilze oder gar eine Backkartoffel mit Kräuterbutter dazu bestellen. 

Unter den hausgemachten Desserts wählten wir ein Zitronen-Bailikum Sorbet (9,50 Euro), mit dem unsere Schlemmerei an diesem paradiesischen Ort nicht hätte besser enden können. Bemerkenswert waren zudem die von uns probierten Rot- und Weißweine mit zahlreichen Tropfen von der Insel. 

Tipp: Im Juli und August finden auf der Restaurantterrasse des Can Quet Live-Musik-Konzerte statt.

 

Restaurant "Can Quet"

Crta. Valldemossa-Deià, s/n

Tel. 971 639 196

www.restaurantecanquet.com

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