Son-Termens - Hoch hinaus mit vielen Hindernissen Vorgestellt

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Hoch hinaus mit vielen Hindernissen

Teil IV der IZ-Serie „Die kniffligsten Löcher Mallorcas“: Loch 13 in Son Termens

Der Ausblick von Mallorcas höchstgelege­nem Abschlag ist phantastisch: Vor uns erstreckt sich das Tal von Son Termens. Kein Haus und keine Straße stören die Aussicht auf dem etwa 60 Hektar großen Gelände zwischen Palmanyola und S‘Esglaieta. Der Blick schweift von hier oben über weiter unten liegende Mandelhaine, und am Horizont funkelt die Bucht von Palma, vor der sich die Silhouette der Kathedrale bei klarer Sicht majestätisch abzeichnet.

Doch wir haben uns nicht der schönen Aussicht wegen nach hier hoch gequält. Es gilt das schwierigste Loch der Anlage, Nr. 13, zu bezwingen. Die knapp 300 Meter lange Par-4-Bahn sorgt bereits beim ersten Anblick für Kopfzerbrechen. Grund ist ein etwa 15 Meter breiter und knapp 10 Meter tiefer Sturzbach, der den Fairway auf der halben Strecke in zwei Stücke teilt. Und damit nicht genug. Wer sich tatsächlich traut, direkt vom Abschlag auf die andere Seite zu schlagen, muss den ersten Ball mindestens 150 Meter vorlegen. Allerdings liegen die beiden Teilstücke des Fairways keineswegs in gerader Fluglinie, sondern vielemehr in einem Winkel von fast 90 Grad zueinander. Um also auf die andere Seite des Torrente zu gelangen, muss man vom Abschlag einen sauberen Slice schlagen. Einen beabsichtigten Slice, versteht sich.

Weniger geübte Longhitter sollten taktisch versierter vorgehen. Zum Beispiel mit einem 9er Eisen den Ball vom Abschlag erst einmal 80 Meter gerade vorlegen, um anschließend mit dem nächsten Schlag über die Schlucht hinüberzusetzen. Ein echtes Problem ist dabei, die Entfernung richtig einzuschätzen. Das liegt vor allem daran, dass der hinter dem Sturzbach ansteigende Fairway von dem Grün hinsichtlich Farbe und Beschaffenheit kaum zu unterscheiden ist.

Ein kleiner, hinter dem Green gelegene Bunker sowie der mit Büschen und Unkraut bewachsene Felsen auf der linken Seite der Bahn erschweren zusätzlich die Annäherung. Das großzügig bemessene Grün ist, wie sollte es auch anders sein, zudem mit einigen, leichten Breaks versehen, die das Putten für viele Spieler zur nervenaufreibenden Konzentrationsübung machen dürften.

Immerhin: Wer hier letzendlich eingelocht hat, für den geht es von nun an bis zum Clubhaus ausschließlich bergab. 

Andreas John

 

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