Interview mit Bernadino Jaume „Golf ist ein Sport für jedermann“ Featured

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„Golf ist ein Sport für jedermann“

Interview mit Bernadino Jaume,

Präsident des balearischen Golfverbandes über steigende Mitgliederzahlen, ausländische Handicap-Spieler sowie Golfplätze mit sechs statt 18 Löchern. Golfverband ist auf Mallorca nicht gleich Golfverband. Neben dem Dachverband der Golfplatzbetreiber ACGM, der vor allem die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder vertritt, gibt es noch den balearischen Golfverband FGB, der sich hauptsächlich um die Nachwuchsarbeit und den Turniersport kümmert.

FGB-Präsident ist seit rund einem Jahr Bernandino Jaume, hauptberuflich Geschäftsführer der Renault-Vertretung in Llucmajor.

 

In fast allen Ländern Europas laufen den Golfverbänden die

Mitglieder davon. Wie sieht es auf den Balearen aus?

Auch wir hatten in der Vergangenheit mit schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Seit zwei Jahren sind wir die einzige Region Spaniens, in der die Zahl der lizensierten Spieler stagniert beziehungsweise langsam wieder steigt. Derzeit haben wir knapp 7.000 Mitglieder registriert.

 

Von denen ein Großteil ausländischer Residenten sind, oder?

Das ist richtig. Der Ausländeranteil liegt bei etwa 40 Prozent. Deutsche und Briten stellen davon den Hauptanteil.

 

Sie haben bei Ihrer Amtsübernahme angekündigt, die Zahl der Mitglieder innerhalb von zwei Jahren auf 8.000 zu erhöhen. War das nicht etwas ¸übertrieben?

Nein. Unser Nachwuchsprogramm „Golf für jedermann“, mit dem wir unter anderen an öffentlichen und privaten Schulen Golf-Stunden als Teil des offiziellen Sportunterrichts organisieren, trägt langsam aber sicher Früchte. Und auch ausländische Handicap-Spieler werden von uns verstärkt umsorgt.

 

Inwiefern?

Wir haben ein eigenes „Internationales Komitee“ gegründet, das sich um die Betreuung und Kommunikation von und mit ausländischen Mitgliedern auf der Insel kümmert. In Kürze gehen wir mit einer neuen Homepage auch in Deutsch und Englisch online. Ziel ist es, möglichst viele neue ausländische Residenten für unseren Verband zu begeistern.

 

Was bietet der Verband

ausländischen Golfspielern?

Neben einer international anerkannten Handycap-Führung ist in der Jahresmitgliedschaft auch eine Unfallversicherung inklusive. FGB-Mitglieder erhalten zudem auf allen Insel-Plätzen einen 20-Prozent Discount auf das aktuelle Greenfee. Dazu kommen weitere Preisnachlässe bei unseren Partnerfirmen wie Autovermietungen oder Fluggesellschaften. Über die Angebote informiert der Verband übrigens mit einem dreisprachigen Katalog, der einmal im Jahr an alle Mitglieder verschickt wird.

 

Golf ist ein sehr zeitaufwändiges Hobby. Viele Menschen wollen

heutzutage aber nicht mehr so viel Zeit für eine Freizeitbeschäftigung investieren.

Das ist richtig. Das Freizeitverhalten hat sich in den vergangenen Jahren radikal geändert. Und auch der Golfsport muss sich den neuen Zeiten anpassen. Golfrunden mit maximal sechs Löchern, die in etwa eine Stunde zu spielen sind, wären beispielsweise eine sinnvolle Alternative. Die Ausarbeitung solcher Angebote ist natürlich auch Sache der Golfclubs.

 

Andreas John

 

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