Sandra Stehmann

Gut essen und geniessen am Loch Nr. 19

Nicht nur Golfspieler kommen im „Roca Viva“ auf ihre Kosten. Das Clubrestaurant vom Golf Capdepera empfiehlt sich sowohl für leichte

Mittagsmenüs als auch romantische Abendessen.

Angenehm weht der Wind über die Terrasse und verschafft selbst in den heißen Mittagsstunden eine erfrischende Abkühlung. Am Nachbartisch sitzt eine Familie aus drei Generationen entspannt beisammen; und ein aus einiger Entfernung zu hörendes, herzhaftes Kinderlachen lässt einen selber die Mundwinkel hochziehen. Das „Roca Viva“ hat nichts mit dem gemein, was man sich als Nicht-Golfer unter einem Clubrestaurant vielleicht vorstellt.

Eingebettet in das 62 Hektar große Areal des Capdepera Golf Clubs, ist das „Roca Viva“ der erfrischende und stärkende Abschluss nach dem direkt angrenzende Loch 18. Geöffnet ab den Mittagsstunden, bietet die Speisekarte von Tapas über Snacks bis zu Pasta, Fisch (zum Beispiel Wolfsbarsch auf Blätterteig und einer Salbei-Champagner- Creme für 21,80 Euro) und Fleisch für jeden Hunger das richtige. Küchenchef Juan Carlos setzt dabei auf eine authentisch-mediterrane Linie – viele der verwendeten Produkte stammen von der Insel; Obst und Gemüse zum Teil aus eigenem Anbau. Wie die Chilischoten zu den Garnelen in Olivenöl und Knoblauch (13,40 Euro).

Doch das Restaurant ist wesentlich mehr als das „Loch 19“ für Golfspieler – und dafür zeichnen sich Gabriele Böx und ihre Tochter Sara Virginia als Betreiberinnen des Golfclubs und Restaurants verantwortlich. Es mag die gewisse weibliche Handschrift sein oder der Wunsch nach Perfektionismus: „Wir versetzen uns in unsere Gäste hinein und fragen uns immer, was wir an ihrer Stelle erwarten würden.“

Die Folge: Eine von der Umkleide bis zur Tischgestaltung stimmige Ausstattung und Dekoration mit Blick für die kleinen, aber manchmal entscheidenden Details kombiniert mit der gewissen Prise an Wohlfühlatmosphäre. Dies zieht neben Golfern auch „Nicht-Greenfee-Affine“ ab mittags nach Capdepera, wobei in den Abendstunden eine Reservierung auf jeden Fall sinnvoll ist; denn die Terrasse füllt sich schnell.

Insbesondere an den Donnerstagen, wenn ab 19.30 Uhr ein durch Livemusik begleitetes üppiges BBQ – einhergehend mit einem vielfältigen Vor- und Nachspeisebuffet – schon mal bis zu 170 Personen anlockt (35 Euro p.P., nur noch bis Mitte September).

Sandra Stehmann

Klein sind die Augen der meisten Passagiere, die sich an diesem frühen Montag Morgen am Hafen von Alcúdia versammeln. Wie wir warten sie auf die Fähre nach Menorca, die „kleine Schwester“ Mallorcas. Viele Mallorquiner sind an Bord und freuen sich auf einen Kurzurlaub auf der Nachbarinsel. Doch auch Tagesausflügler sind mit dabei. So wie Miguel und seine Frau María: „Wir können  uns nur einen Tag Auszeit gönnen und möchten da mal etwas anderes sehen“. Zu entdecken gibt es manches auf der knapp 700 Quaddratkilometer großen Insel. Wer jedoch die Fähre abends zurücknimmt, beschränkt sich in der Regel auf einen Besuch von Ciudatella, der einstigen Hauptstadt der Insel, bevor im Jahr 1722 Maó zur selbigen erklärt wurde.

Mit dem „Villadelmar“ eröffnete ein neuer Hotspot in Ciudad Jardín. Als Restaurant und Beach-Lounge verspricht es Genuss für alle Sinne.

Unter der Leitung von Muzo Azerí, vielen noch bekannt als Manager des Nassau Beach Clubs, ist das Lokal nicht nur wegen seiner einmaligen Lage in erster Meereslinie an einer der kultigsten Playas eine echte Bereicherung der Gastro-Szene. Das ehemalige Blau-Hotel wurde aufwändig und mit viel Liebe zum Detail renoviert. Jetzt erstrahlt es in glänzendem Weiß und ist weitläufig gestaltet mit einer großzügigen Terrasse inklusive Meerblick, einen geschmackvoll gestalteten Restaurantbereich sowie einer gemütlichen Lounge-Ecke.

Kulinarisch setzen Azerí und sein Team auf eine hochwertige, mediterran-asiatisch angehauchte Küche. Neben der festen Speisekarte spricht der Küchenchef auch wöchentlich wechselnde, saisonale Empfehlungen aus.

Und wer einfach nur die einmalige Aussicht und den besonderen Flair genießen möchte, tut dies am besten mit einem der leckeren Cocktails oder lässt bei einem Glas Wein aus dem gut sortierten Angebot den Tag gemütlich ausklingen.

Alle Bilder zur offiziellen Eröffnung finden Sie hier.

Restaurant & Beach-Lounge „Villadelmar“
Calle Isla de Rhodes 24
Ciudad Jardín, Palma
Täglich geöffnet von 11.00 bis 01.00 Uhr
Küche durchgehend von 12.30 bis 23.30 Uhr

Jede Menge Glamour zum Dessert

Wer auf feine Küche, teure Gerichte und prominente Tischnachbarn steht, kann im „Ritzi“ in Puerto Portals eigentlich nichts falsch machen. Nur der Ausblick ist unbezahlbar.

Es gilt als der Hotspot im Hafen von Puerto Portals und als Schauplatz zum „Sehen und Gesehen werden“. Doch wer das Ritzi-Restaurant lediglich als  Treffpunkt der Reichen und Schönen wahrnimmt, übersieht das stimmige kulinarische Konzept auf höchstem Niveau. Italienische Leidenschaft Allein der Ausblick ist fast unbezahlbar – im wahrsten Sinne des Wortes.

Sitzt man auf der sonnendurchfluteten Terrasse des Ritzi-Restaurants, hat man stets die schwimmenden Millionen vor Augen, die im Yachthafen von Puerto Portals vertäut sind. Doch der wahre Genuss findet sich auf den mit Liebe zum Detail angerichteten Tellern. „Bei uns findet der Gast die optimale Kombination aus italienischer Leidenschaft und der Frische des Mittelmeeres“, lässt Antonio Longobardi die gastronomische Idee auf der Zunge zergehen. Gemeinsam mit seinem Bruder Salvador verantwortet er die Geschicke des im Jahr 2000 eröffneten Restaurants. Die gebürtigen Italiener setzen dabei auf die facettenreiche Küche ihres Heimatlandes, variantenreich erweitert und ergänzt um spanische und internationale Geschmäcker.

Für die perfekte Umsetzung dieses Konzeptes steht kaum ein anderer wie Sven Grabolle. Der Küchenchef hat sein Handwerk bis zur Perfektion gelernt; unter anderem in Deutschland, Spanien und der Schweiz. Tägliches Mittagsmenü für 25,50 Euro Kalbsfilet mit weißer Trüffel auf Parmesan-Risotto – mit 49 Euro ein stolzer Preis, doch geschmacklich erreicht die Kombination aus Reduktion auf die eigentlichen Aromen und perfekter Zubereitung der Zutaten die höchste Punktzahl. Individuell geht das Ritzi dabei auch auf spezifische Vorgaben ein. So können eventuelle Lebensmittel-Unverträglichkeiten vorab gemeldet werden; ebenso wird die Speisekarte zum Teil auch für den kleinen Hunger angepasst, so beispielsweise bei den hausgemachten Tortellinis mit 24 Euro für eine halbe Portion.  Frische wird bei Grabolle immer groß geschrieben. So ist das See­teufelme­daillon mit Petersilienmantel und Ro­te-Beete-Creme auf Lemongras-Soße (32 Eu­ro) ebenso wie die jeweils aktuelle  Wochenkarte abhängig vom Fang des Meeres und aktuellen Produkten. Mittags bietet sich mit dem Menü del día für 25,50 Euro ein attraktives Preis-Leis­tungs-Verhältnis. Auf einen Absacker anschließend in die Ritzi-Bar Ein guter Wein rundet die Vielfalt der Speisekarte ab. Hauptsächlich sind es auserlesene  italienische Weine, aber auch internationale gute Tropfen aus Spanien, Deutschland oder auch Frankreich stehen zur Auswahl.

Wem nach dem Dinner noch die Lust auf einen Cocktail steht, steigt einfach ein paar Treppenstufen hinauf und genießt in der Ritzi-Bar einen (oder mehrere) Absacker. Regelmäßig wird hier (geöffnet ab 19.30 Uhr) mit Live-Musik Party-Stimmung groß geschrieben und gefeiert, bis sich die Sonne wieder  über den Hafen von Puerto Portals erhebt.

Ritzi-Restaurant Täglich ab 12.30 Uhr

Tel. 971 68 41 04

www.ritzi-portals.com  

 

Sandra Stehmann

Die grosse Sonnenwende auf der insel

Nach dem Boom vergangener Jahre ist es um Photovoltaik-Anlagen für Privathaushalte auf Mallorca recht still geworden. Doch wie es ist um die Zukunft der Solarenergie auf der Insel bestellt?

Mit Solarenergie Kosten sparen und dabei zugleich die Umwelt scho­nen – mit rund 300 Sonnentagen im Jahr sollte Mallorca für diese Form der erneuerbaren Energie prädestiniert sein. Doch wie ist es mit der Nutzung von Solarenergie auf der Insel wirklich bestellt? Hat diese Art der Energieerzeugung auf Mallorca überhaupt eine Zukunft? „Eindeutig ja“, sagt Branchenexperte Norbert Schiebelhut von Donor Consulting. Allerdings mit gewissen Einschränkungen.

Die Zahlen sind ernüchternd: Nur  zwei Prozent des Netto-Stromverbrauchs auf Mallorca werden aktuell durch die Kraft der Sonne gedeckt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Anteil bei rund 7,5 Prozent. Dabei galt die Sonneninsel vor zehn Jahren noch als El Dorado für Solarenergie aus. Was ist passiert? Ein Blick zurück Sie kamen aus aller Welt: Investoren sahen große Gewinnchancen in Photovoltaik-Technik auf Mallorca. Kein Wunder, erließ die spanische  Regierung im Jahr 2007 doch ein Gesetz, das hohe Einspeisevergütungen für einen Zeitraum von 25 Jahren vorsah. Rund 45 Cent pro Kilowattstunde sollten Neuanlagen erhalten, die durch Photovoltaik gewonnene Energie in das öffentliche Netz zurückführen. Diese großzügige Förderung jedoch sprengte alle Planungen. Wurde innerhalb des Zeitraums mit einer Leistungsstärke von 400 Megawatt gerechnet (also 4 Millionen Kilowatt), wurde in Spanien knapp das 10-fache installiert! Die spanische Regierung sah sich gezwungen, die Reißleine zu ziehen.

Das „Ende“ der Solar-Energie Der Niedergang der Solarenergie    begann am 29. September 2008: Die Einspeiseprämien wurden von diesem Tag an drastisch reduziert, zudem mussten alle Anlagen in ein Register eingetragen werden. Doch so manche Registrierung war eine „Totgeburt“ – wurde das Projekt doch aufgrund der verringerten Gewinnmarge gar nicht realisiert. Dennoch blockierte die Eintragung das Nachrücken anderer, da die zu erwartende Kilowatt-Zahl reglementiert wurde. Doch es kam noch schlimmer. Ab 2012 wurden gar keine Einspeise­prämien mehr gezahlt. Der Grund waren neben überdimensionierte Anlagen auch die anhaltende Wirtschaftskrise. Folge: Viele auf die Installation von Photovoltaik-Anlagen spezialisierten Firmen zogen sich aus dem Marktsegment zurück, Jobs gingen verloren –auch auf Mallorca. Situation heute „Mit dem Real Decreto 900/2015 wurde endlich die rechtliche Figur des Photovoltaik-Selbstversorgers (autoconsumidor) anerkannt“, lobt Schiebelhut. „Und es gibt in Ansätzen wieder Planungssicherheit“. Das im Jahr 2015 erlassene Gesetz regelt die Nutzung von Solarenergie für den Eigenverbrauch. So müssen für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt keine Steuern gezahlt werden. Auch der Einsatz von Batterien zur Speicherung von gewonnener Energie ist wieder erlaubt – war dies noch zu Zeiten der großzügigen Einspeisevergütung verboten aus Angst vor einem höherpreisigen Verkauf gespeicherter Energie.

Allerdings: Das Gesetz hat auch vorläufige Bestimmungen zum Inhalt, was die Rechtssicherheit ins Wanken geraten lässt. So gilt für die Balearen derzeit beispielsweise die Befreiung von der sogenannten „Sonnensteuer“ – wohingegen auf dem spanischen Festland eine Gebühr für die Nutzung der Netze erhoben wird – selbst dann, wenn die gewonnene Energie gar nicht eingespeist wird. Steuern, Subventionen, Vergütungen Wird Strom durch Solarenergie nur für den Eigenbedarf genutzt, fallen keine Steuern an. Aber auch mit Subventionen darf in diesem Fall nicht gerechnet werden. Im vergangenen Jahr wurden Leistungen ausgesprochen für Privathaushalte, kleine Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Rathäuser. Diese hatten jedoch jeweils nur einen Einschreibezeitraum von einem Mo­nat und sind mittlerweile alle hinfällig. Doch sind Subventionen überhaupt notwendig? Laut Aussage des Experten Schiebelhut nicht. „Subventionen bedeuten eine Anschubsfinanzierung, wenn etwas von alleine nicht funktioniert. Verbesserte Technik, höhere Effizienz und damit geringere Anschaffungskosten nehmen die Notwenigkeit staatlicher Unterstützung.“ Und auch Einspeisevergütungen gibt es für Privathaushalte nicht. Bei Anlagen mit weniger als 10 Kilowattstunden ist die Rückführung von gewonnener Energie in das öffentliche Netz sogar verboten. Lohnt sich eine Solaranlage? Maximal zehn Prozent der rund 1.000 installierten Photovoltaik-Anlagen auf Mallorca dienen dem Eigenbedarf. „Hier ist auf jeden Fall noch Potenzial“, ist sich Schiebelhut sicher. Grund: Bei einer Anlage von einer Leistung bis 10 Kilowatt in Verbindung mit einem intelligenten Speichersystem seien in Abhängigkeit des Konsumverhaltens, der Größe der Finca und der Batteriekapazität Eigenverbrauchsquoten von bis zu 80 Prozent möglich.

Das heißt im Klartext: Eine vernünftig konzipierte und ausgerichtete Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 Kilowatt ge­neriert pro Jahr ca. 17.000 kW/h und verhindert einen CO2-Ausstoss von mehr als 10 Tonnen. Nicht nur angesichts der aktuellen Strompreise eine nennenswerte Alternative.

Sandra Stehmann

Dolce Vita  in Portixol

Bella, Bella! – Das Restaurant „Alta Marea“ bietet italienische Küche vom Feinsten

Roberto hat sich ei­nen Lebenstraum er­füllt – und mit dem Restaurant Alta Ma­rea ein Stück alte Heimat auf seine Trauminsel gebracht. Italienische Kochkunst und „Dolce Vita“ sind nicht nur eine kulinarische Erweiterung des gastronomischen An­gebotes in Portixol, sondern auch ein Stück Lebensfreude. Eines vorab: Es muss ja nicht immer Pizza sein. Ansonsten liest sich die kleine aber feine Speisekarte wie ein Streifzug durch das traditionelle Italien – angereichert mit auch für den geübten Gourmetgaumen neuen Kombinationen. Roberto selbst nennt es den „individuellen Touch“.

Wenn der gebürtige Italiener seinen Gästen die Menü-Zusammenstellungen erklärt und auf die Besonderheiten der  jeweiligen Zutaten aufmerksam macht, wird deutlich: Hier hat ein Genussmensch seine eigene kleine Gourmet-Oase eröffnet. Schon kurz nachdem man an einem der Tische – stilecht mit blau-weißer Dekoration versehen – Platz genommen hat, wird schon frisches Brot mit Dips gereicht. Und wenn Aioli oder schwarze Olivencreme doch eher den Klassikern zuzurechnen sind, überrascht die Mischung aus Öl und Himalaya-Salz durch seinen süßlichen Geschmack. Dieser Gruß aus der Küche ist eine kleine aber leckere Aufmerksamkeit – und findet sich anschließend auch nicht auf der Rechnung wieder. Doch man sollte sich etwas zurückhalten, möchte man schließlich doch auch noch eine Vorspeise genießen. Hier spricht der Steinpilzpudding mit Bauchspeck und Parmesan für 11,50 Euro den eher deftigen Geschmack an; an das Ceviche vom Octopus mit Fenchelsalat und Pampelmuse (13,50 Euro) muss man sich erst trauen, doch schon die ersten Bissen überzeugen. Klassisch geht es bei den Hauptgerichten zu: Pasta, Fleisch und Fisch. Doch was sich profan anhört, entpuppt sich als italienische Küche   der hohen Kunst. Die hausgemachten Ravioli sind mit Kürbis, Buttercreme und Zitronenthymian gefüllt und werden mit Pistazien-Emulsion und Kürbiskern-Crumble gereicht (14,00 Euro). Sehr kundenfreundlich für Gäste mit eher kleinem Hunger: Das Rinderfilet an grünem Pfeffer mit gebackenen Kartoffeln und Mahón-Käse kann auch mit 150 Gramm als „Lady-Portion“ gewählt werden (19,00 Euro) oder natürlich auch mit 200 Gramm als „Fleisch satt“ für 24,00 Euro. Und der blanchierte Thunfisch mit Salat aus Mango, Avocado, Gurke und Maracujasoße (23,00 Euro) ist dabei nicht nur optisch ein Höchstgenuss. Während man auf das Dessert wartet – vom Klassiker Tiramisu bis zur Schokoladen­zigarre gefüllt mit Mascarpone, geräucherter Schokolade und einem Schuss Rum – lässt sich das Treiben auf dem kleinen Dorfplatz verfolgen. Mit Blick auf das einige Meter entfernte Meer kommt schon ein klein wenig Italien-Feeling auf, wenn einige der italienischen Stammkunden Platz nehmen und mit Roberto bei einem Glas Wein das „Dolce Vita“ auf Mallorca genießen. Sandra Stehmann

Restaurant Alta Marea

Calle Palmera, 11 - Palma

www.altamarearestaurant.com

Öffnungszeiten Dienstag - Sonntag 13.30 - 17.00 & 19.30 - 23.00 h Menue del día von Dienstag bis Freitag (13,50 Euro excl. Getränke)

Grillen statt brutzeln

Barbeque-Weltmeister Klaus Wachter zeigt in unterhaltsamen Workshops, worauf es beim Outdoor-Rösten alles ankommt

“Jeder kann Grillen”, erklärt Klaus Wachter. Doch wer sich jetzt schon selbstsicher auf   die Schulter klopft, sei gewarnt: Neben der richtigen Ausstattung gilt es ein paar wichtige Tipps zu beachten, wenn man wirklich Grillen will statt nur zu brutzeln. Es scheint so einfach: Fleisch plus Gewürze plus Grill gleich Lecker. Doch ganz so einfach wie es scheint ist es nicht.

Wer einmal einen Grillkurs bei Klaus Wachter besucht hat, lernt völlig neue Dimensionen des Grillens kennen – auch als „Nicht-Profi“. Allein der Gedanke lässt einem das Wasser im Mun­de zusammenlaufen. Ein Schweinebraten, mit eingespritztem Gewürzöl weich gemacht und selbstgemachter Marinade überzogen, wird über 12 Stunden bei Niedrigtemperatur gegart. „Somit ist es egal, ob die Gäste pünktlich sind oder nicht. Das Fleisch ist immer auf dem Punkt!“, schwärmt Klaus Wachter.

Seit 2015 finden Grillbe­- geis­terte bei Wachter im    „1. Barbeque-House“ auf Mallorca nicht nur hochwertige Outdoor-Küchen und Grillgeräte, sondern können in den fast jeden Monat angebotenen Grillkursen und -Events dem ehema­ligen Mitglied des BBQ-Weltmeisterteams von 2002 auch über die Schulter schauen. Neben leckeren Rezept-Tipps gibt es hier auch Empfehlungen vom Experten: „Etwa zwei Tage vor einem Grillfest sollte man wissen, was man machen möchte und entsprechend vorbereiten. Neue Gerichte sollte man zuvor immer ausprobiert haben. Und das Wichtigste: Man sollte sich Zeit nehmen. Denn eine sanfte Garung lässt dem Fleisch mehr Aroma.“ Sanfte Garung und eine automatisch aromatische Verfeinerung verspricht einen neuen Trend im Grillgeschäft: Pellet-Grills sind bis zu 22 Stunden autark und geben sogar per App den Hinweis „Das Essen ist fertig“. Die Pellets sind in verschiedenen Varianten er­hältlich und geben ihr jeweils eigenes Aroma direkt an das Fleisch.

Grillen auf Mallorca bedeutet für Klaus Wachter eines: Das Leben spielt sich draußen ab! Mit Außen­küchen in verschiedenen Ausführungen bietet „1. Bar­beque-House“ die passende Lösung für jede individuelle Situation. „Von der Beratung über die Planung setzen wir Kundenwünsche optimal um“, so der Grill-Experte.

1. Barbeque House

Ronda Migjorn 93, Llucmajor

Montag bis Samstag 10.00 bis 14.00 Uhr (nachmittags nach Vereinbarung)

Tel. 694 45 11 98

Sandra Stehmann

Jetzt wird es richtig heiß!

Zentralheizung, Infrarot, Pellets oder Kamin: Wie bekommt man sein Insel-Domizil im Winter am besten warm? Keine leichte Frage.

Auch wenn im Vergleich zu Deutschland der Winter auf Mallorca doch eher mild ausfällt – um das Thema Heizen kommt man auch auf der Sonneninsel nicht drum herum. Neben wohliger Wär­me ist es dabei auch das leidige Thema Schimmel, welches in der kalten Jahreszeit nur zu gut bekannt ist. Doch welche Möglichkeiten gibt es, um die eigenen vier Wände kuschelig warm zu halten? Und worauf sollte man achten, um sein Geld nicht sprichwörtlich „zu verbrennen“?

Wichtig: Die Isolierung Durch die hohe Luftfeuchtigkeit insbesondere in den Küstenregionen und der häufig schlechten Isolierung ist Schimmelbefall ein großes Problem auf der Insel. Und da ein „das wisch’ ich mit Lejia ab!“ nicht wirklich zielführend ist, sollte bei jeder Form des Heizens zuvor ein Blick auf die Isolierung geworfen werden. Denn wenn Fenster und Türen besser abgedichtet sind, vermindert sich nicht nur der Wärmeverlust, sondern auch die Gefahr der schwarzen Flecken. Die Anforderungen Häufig sind es gleich drei Dinge auf einmal, die beim Heizen eine Rolle spielen. Zunächst natürlich das Geld. Dabei fällt der Blick nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern insbesondere auch auf die späteren Verbrauchskosten (welche natürlich stark von der gegebenen Isolierung abhängig sind). Hier ist dann auch der zweite Aspekt relevant: Die Effizienz. Wie gut ist das Heizsystem wirklich? Verschafft es kons­tant angenehme Wärme oder ist es doch im über­tragenden Sinne nur „heiße Luft“? Und zu guter Letzt sollte der Installationsaufwand natürlich so gering wie möglich sein.

Heizen – Die Klassiker

In älteren Häusern doch eher selten, ist die Öl- oder Gasheizung insbesondere bei Residenten und dabei vor allem beim Neubau sehr beliebt; entweder in der herkömmlichen Form des an der Wand montierten Heizkörpers oder auch als Fußbodenheizung. Ist sie bereits in den eigenen vier Wänden installiert, kann man sich über eine saubere und praktische Lösung ohne Anschaffungskosten freuen. Schwankend sind natürlich die Kosten im Verbrauch. In der aktuellen Saison muss man bei einer Abnahme von 500 Litern Heizöl mit gut 60 Cent pro Liter im Nettoeinkauf rechnen; bei größeren Mengen kann sich der Literpreis aber noch reduzieren. Lässt man sich den hauseigenen Gastank befüllen, wird der Kilopreis je nach Abnahmemenge zwischen 1,25 und 2 Euro taxiert. Da Öl und Gas jedoch fossile Energieträger sind, geht der Preistrend generell eher nach oben als nach unten. Für eine nachträgliche Installation sind umfassende Baumaßnahmen und ein tiefer Griff ins Portemonaie erforderlich.

Heizen auf Mallorquinisch: Der Kamin.

In vielen Häusern gerade älteren Baujahres vorhanden, dienen Kamine keinem dekorativen Zweck sondern wurden und werden als Wärmequelle verwendet. Stark in der Leistung (und mit „Null“ in der Anschaffung) hat die Sache häufig jedoch einen Haken – durch den einfach gebauten Abzug gelangt von oben auch viel Kälte in den Raum, sobald der Kamin nicht entfacht ist. Hier bietet sich die Nachrüstung mit modernen Kassettenlösungen an, die optisch ansprechend dann eine sichere Wärmequelle garantieren. Eine optimale Kom­bination aus traditionellem Look und neuster Technologie bieten Pelletöfen. In unterschiedlichsten Varianten, so auch Naturstein ummantelt, stellen sie eine kostengünstige Heizmöglichkeit dar. Berücksichtigt werden muss jedoch die Notwendigkeit ei­ner trockenen Lagermöglichkeit für das Brennmaterial. Hier hat man die Wahl zwischen Holz (Pinie und Olive) bei den klassischen  Kaminen sowie Pellets in kleiner oder großer Ausführung. Die Pellets werden häufig in 15-Kilo­säcken verkauft und liegen preislich zwischen drei und sechs Euro. Holz liegt mit sechs bis zehn Euro pro 15 Kilo etwas teurer, ist aber auch ergiebiger in der Wärmeerzeugung.

Heizen – Die Modernen Wärmequelle

Wärmewellen: Die Infrarotheizung. Anders als die herkömmlichen Heizsysteme wie Ölheizung oder Kamin wird bei der Infrarotheizung nicht vorrangig die Luft erwärmt, sondern die Wärme wird direkt an Wände, Decken und Fußboden ab­gegeben. „Da die gefühlte Raumtemperatur dadurch wärmer ist, kann die eigent­liche Raumtemperatur um etwa drei Grad geringer ge­halten werden“, erklärt Edgar  Habermehl von Heat4All. Dadurch könne bis zu 20 Prozent Energie gespart werden – was sich auch im Geldbeutel bemerkbar macht. Weiterer Pluspunkt: Es wird automatisch Feuchtigkeit aus den Wänden gezogen. „So kann mit einer Infrarotheizung nachweislich der gefürchteten Schimmelbildung vorgebeugt werden“, unterstreicht Marcus Dyck von Klug Heizen mit Oekoswiss. Auch optisch sind Infrarotheizungen ein echter Hingucker. So können sie sich als Spiegel oder Bild präsentieren (bei Heat4All auch nach eigenen Motiven) und optimal in die Raumsituation integriert werden. Einfach in Montage und Bedienung, ist mittlerweile auch eine Außer-Haus-Steuerung möglich: „Die Systeme unseres Lieferanten Etherma sind bequem über Smartphone zu regulieren. So wird man bei Ankunft und vorheriger Aktivierung über das Smartphone in seinem Haus von wohliger, angenehmer und kuschliger Wärme empfangen“, so Jürgen Grabowy von SolandHeat.

Die Wärme liegt in der Luft: Wärmepumpen.

„Diese System atmet quasi die Energie der Außenluft ein und verwandelt sie in nutzbare Wär­me für das gesamte Haus; ob Heizung oder Warmwasserversorgung“, erläutert Torsten Schüssler von Balear Haustechnik. Bestimmte bauliche Voraussetzungen müssen da­bei nicht gegeben sein; durch den geringen Installationsaufwand sei die Luft | Wasser-Wärmepumpe daher nicht nur günstig in der Anschaffung, sondern eigne sich auch für die nachträgliche Umstellung eines bestehenden Heizsystems bei der Sanierung. Unabhängig von fossilen Brennstoffen, sind bei dieser Variante Preisschwankungen ausgeschlossen. „Schon nach kurzer Zeit hat man daher seine Investitionskosten wieder im Portemonaie“, so der Experte. Das leise arbeitende Gebläse kann dabei sowohl im Haus wie auch außenstehend installiert werden. Zu achten ist auf eine optimale Luft­qualität, wobei ein zentrales Zu- und Abluftsysteme dazu die besten Voraussetzungen schafft. Dies führe zu einer hohen Wärmerückgewinnung und einen kontinuierlichen Abtransport von Schadstoffen.

Heizen – Der Oldtimer

Es gibt sie leider immer noch: Heizstrahler und Heizlüfter. Werden sie im Winter ein­gesetzt – beispielsweise um punktuell einen Raum zu heizen oder im schlimmsten Fall als einzige Wärmequelle zu dienen – kommt man beim Blick auf die nächste Stromrechnung bestimmt ins Schwit­­zen. Fazit: Besser Hände weg von!

Fazit: Wer sich mit dem The­ma Heizen auf Mallorca beschäftigt, wird keine General-Lösung finden. „Dazu sind die Gegebenheiten zu unterschiedlich“, sind sich die vier Heizfachleute einig. Wer beispielsweise nur wenige Tage im Monat oder über das Jahr nur vereinzelnde Wochen sein Heim auf der Sonneninsel bezieht, steht vor anderen Herausforderungen als jemand, der dauerhaft hier lebt. Wann sich welches Heizsystem rentiert und für das gewünschte Ergebnis sorgt – dafür sollte man seine Bedürfnisse und Anforderungen genau analysieren und anschließend das Gespräch mit den Experten suchen.

Sandra Stehmann

Rustico mit Charme und heißen Rhythmen

Pura Vida: Partytime im Bistro

Hoch über den Klippen gelegen, bietet das Pura Vida in Cala Figuera kulinarische Genüsse in stilvollem Ambiente bei beeindruckender Aussicht. Doch neben dem Restaurant ist es auch das darüber liegende Bistro, welches mit regelmäßigen Events zahlreiche Besucher anzieht. Rustico mit Charme – mit dem Bistro haben Pura Vida-Inhaber Kalle Mülle und seine Geschäftspartnerin Carolin Hartmüller eine passende Ergänzung zum Restaurantbereich geschaffen. Hier lässt einem der Grillgeruch das Wasser im Munde zusammenlaufen, wenn z.B. Lamm-Burger mit einer Chili-Koriander-Jo­ghurt­sauce & Pommes (12,50 Euro) über dem Feuer gegart wird. Am Billardtisch werden sich heiße Duelle geliefert, während aus den Lautsprechern im Hintergrund rockige Musik für das passende Feeling sorgt. Musikalisch in Szene setzt sich das Bistro auch jeden Donnerstag. Von Rock bis Jazz treten angesagte Bands der Insel hier auf und begeis­tern mit ihrer Life-Performance die Besucher. Und wenn sich einmal im Monat der Mond in seiner ganzen Größe zeigt und die Nacht hell erstrahlt, dann heißt es Partytime. Die „Fiesta luna llena“, die Vollmondparty, hat bereits echten Kultstatus erreicht. Zahlreiche Gäste feiern bei heißen Rhythmen bis spät in die Nacht und lassen das Bistro zu einer Outdoor-Disko werden. Auch für private Events kann das Bistro – wie auch das Restaurant – gebucht werden. Ob Familien- oder Firmenveranstaltungen oder auch Hochzeiten: Carolin Hartmüller, Kalle Mülle und ihr Team kümmern sich dabei um jedes noch so kleine Detail. Das Pura Vida in Cala Figuera: Zwei Welten treffen hier aufeinander. Und er­geben die perfekte Kombination aus Eleganz und Rustico…

Restaurant ‘Pura Vida’

Carrer Tomarinar, 25 07659

Cala Figuera Tel. 971 165 571

www.pura-vida-mallorca.com

Geöffnet täglich von 10.00 bis 23.00 Uhr

 

Sandra Stehmann

Das Palma Aquarium ist eine Kombination aus Aquarium und Erlebnispark. Es liegt zentral am westlichen Ende der Playa de Palma und ist durch mehrere Buslinien sowohl mit der Innenstadt als auch s’Arenal verbunden. Am Aquarium befinden sich zahlreiche, kostenfreie Parkplätze.

Das Marineland in Costa d’en Blanes ist eine Kombination aus Freizeitpark, Aquarium, Zoo und Delphinshow. Eine eigener, weitläufiger, abgegrenzter Strandbereich bietet Gästen des Marinelands direkten Zugang zum Meer. Hier finden sich auch zahlreiche Restaurants und Bars.

Der Tierschutz auf Mallorca ist so vielfältig, wie die Tierwelt der Insel. Und es gibt viel tu tun.