Krise in Katalonien: Unternehmer warnen vor katastrophalen Folgen Vorgestellt

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Der katalanische Unternehmerverbandspräsident Josep Bou hat auf einer Pressekonferenz des Business-Clubs "GE Business Mallorca" in Palma vor den Folgen einer weiteren politischen Instabilität in Katalonien gewarnt. "Die Konsequenzen wären katastrophal", so Bou. Der gescheiterte Versuch einer Unabhängigkeit von Katalonien durch die mittlerweile abgesetzte und inhaftierte Regionalregierung um Ex-Landespremier Carles Puigdemont hätten in den vergangenen zwei Monaten mehr als 14.000 Arbeitsplätze sowie einen Umsatzrückgang in Millionenhöhe gekostet. Im Gespräch mit der INSELZEITUNG erklärte Josep Bou auch den Grund für die "Flucht" von mehr als 1.000 Firmen und Unternehmen in Katalonien, die aus Angst vor den Folgen einer unabhängigen Republik  ihre Firmensitze in den vergangen Wochen in andere Regionen Spaniens verlegten. "Bereits 2014 hatten uns deutsche Unternehmer, die in Katalonien ansässig sind, vor den schwerwiegenden Folgen einer möglichen Unabhängigkeit gewarnt. Sie brachten letztendlich den Stein ins Rollen, der nach dem illegalen Referendum am vergangenen 1. Oktober dazu führte, dass zahlreiche unsere Mitglieder ihre Firmensitze verlegten", so Josep Bou. Die Inhaftierung zahlreicher ehemaliger Regionalminister, die von der spanischen Regierung wegen schwerem Landesverrat angezeigt wurden, beurteilte Bou als "vollkommen richtig". 

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