Gipfel des Puig Major bleibt militärisches Sperrgebiet
 
Mittwoch, 20 Januar 2021
Die Spitze des Puig Major auf Mallorca bleibt für die Öffentlichkeit weiterhin nicht zugänglich. Das bestätigte das spanische Verteidigungsministerium in Madrid. Dieses reagierte damit auf eine Anfrage des Regionalsenators Vicenç Vidal, der den öffentlichen Zugang beantragt hatte.

Vidal führte in seiner Begründung an, dass sich die Verteidigungslage seit Ende des Kalten Krieges grundlegend geändert habe. Die militärischen Einrichtungen auf Mallorcas höchstem Berg, die von der US-Armee zwischen 1957 und 1959 erbaut worden waren, würden inzwischen anders genutzt. Es wäre im Interesse der Bevölkerung, wenn sie die Möglichkeit bekäme, den Puig Major mit dem herrlichen Panoramblick vollständig zu erleben, so Vidal.

Schutz der Einrichtungen oberstes Ziel

Das Verteidigungsministerium schloss eine Änderung der bestehenden Verbotszonen aus. Auf dem Puig Major befinde sich eine Luftüberwachungssstation, die der Landesverteidigung diene. Der Schutz dieser Einrichtungen sei oberstes Ziel. Ein Zugang zum militärischen Bereich auf dem Puig Major bleibe daher ausgeschlossen, heißt es in der Erklärung.

Entscheidung nicht nachvollziehbar

Vidal kritisierte die grundlegende Ablehnung von Besuchsmöglichkeiten. Man wisse, dass es Ausnahmeregelungen gebe, beispielsweise im Rahmen von Sportveranstaltungen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass diese Genehmigungen von der willkürlichen Entscheidungen abhänge, erklärte der Senator weiter. Um einen Ansturm auf den Puig Major zu vermeiden, könnte man zum Beispiel Öffnungstage festlegen oder die Personenzahl begrenzen.

Die militärischen Einrichtungen auf dem Puig Major umfassen eine Fläche von rund 6,2 Hektar. Die Anlagen dienen der Luftraumüberwachung und werden inzwischen auch für den zivilen Bereich genutzt. Bereits jetzt lassen sich der Penyal del Migdia, südwestlich des Gipfels, oder der Morro den Pelut im Norden problemlos erwandern. Auch hier führen Wege teilweise über militärisches Gebiet. Das hatte bislang noch nie zu Problemen geführt. (Bild: pixabay.com)

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