
So kommen Hunde und Katzen durch die heißen Tage auf Mallorca
Wenn die Hitze auf Mallorca steigt, stellen sich viele Tierhalter die Frage, wie sie ihre Vierbeiner bestmöglich schützen können –

Sommerhitze und kurze Stopps – Denken Sie an die Regeln für Hunde
Die Temperaturen steigen, die Straßen sind voller Urlauber – und auch auf der Insel wird wieder häufiger kontrolliert. Spaniens Tierschutzgesetz ist seit vergangenem Jahr verbindlich, viele Vorschriften gelten längst. Doch gerade im Sommer geraten sie leicht in Vergessenheit.
Im Auto warten? Besser nicht.
Wie schon im vorhergegangenen Artikel auf S. 46 – 47 erwähnt und selbst wenn es nur „ein paar Minuten“ sind: Hunde dürfen nicht im abgestellten Fahrzeug zurückbleiben, sobald Hitze oder andere Gefahren entstehen. Schon ab 20 Grad Außentemperatur heizt sich der Innenraum binnen Minuten auf Temperaturen über 40 Grad auf.
Im Zweifel dürfen Polizei oder Feuerwehr das Auto aufbrechen, um das Tier zu retten. Wer seinen Hund im Auto lässt, muss mindestens mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Wird der Hund verletzt oder kommt zu Schaden, können Geldstrafen von mehreren tausend Euro bis hin zu 200.000 Euro verhängt werden.
Anleinen vor dem Supermarkt? Nur sehr kurz.
Auch das schnelle Anbinden vor dem Geschäft ist keine sichere Lösung. In vielen Gemeinden der Insel ist es ausdrücklich verboten oder nur für sehr kurze Zeiträume erlaubt. Schon zehn Minuten können bei praller Sonne problematisch werden. Außerdem besteht immer das Risiko, dass das Tier entwendet wird oder sich losreißt.
Je nach Gemeinde drohen hier Bußgelder zwischen 100 und mehreren tausend Euro.
Leinenpflicht und Kennzeichnung nicht vergessen
Zur Erinnerung: Jeder Hund muss mit Mikrochip gekennzeichnet und in der Datenbank registriert sein – ohne Ausnahmen. Wer den Nachweis nicht erbringen kann, zahlt ebenfalls mindestens 500 Euro.
Die Leinenpflicht gilt auf Mallorca praktisch überall, nur ausgewiesene Hundestrände bilden eine Ausnahme. Für größere oder „potenziell gefährliche“ Rassen ist zusätzlich ein Maulkorb vorgeschrieben.
Allein zu Hause – es gilt ein klares Zeitlimit
Maximal 24 Stunden darf ein Hund unbeaufsichtigt bleiben. Bei Katzen liegt die Grenze bei 72 Stunden. Auch das wird kontrolliert, wenn Nachbarn Beschwerden melden oder das Tier gefährdet wirkt. Frisches Wasser, Futter und ein geschützter Platz sind selbstverständlich – gerade in der Sommerhitze.
Haftpflichtversicherung und Verantwortungskurs
Jeder Hund benötigt eine Haftpflichtversicherung. Das ist keine freiwillige Absicherung mehr, sondern vorgeschrieben – unabhängig von Rasse oder Größe. Die meisten Policen kosten nur wenige Euro im Monat, können aber im Schadensfall hohe Kosten abdecken.
Außerdem müssen alle Halter einen sogenannten Verantwortungskurs absolvieren. Er ist kostenlos, soll Grundwissen rund um Haltung und Tierschutz vermitteln und wird online angeboten. Die Balearen-Regierung verweist auf die nationale Plattform, die spätestens im September 2025 starten soll.
Unterlagen immer griffbereit
Wer mit Hund unterwegs ist, sollte Kopien der wichtigsten Dokumente immer dabeihaben:
• EU-Heimtierausweis
• Chipregistrierung
• Impfbescheinigung
• Versicherungsnachweis
Gerade bei Kontrollen spart das Zeit und vermeidet Missverständnisse.
Die Vorschriften sind nicht kompliziert – aber sie gelten konsequent. Wer vorbereitet ist, bleibt entspannt, wenn Polizei oder Ordnungsamt nachfragen. Ein bisschen Organisation im Sommer schützt vor Bußgeldern und sorgt dafür, dass der Hund sicher durch die heißen Monate kommt.

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