Mitarbeiter gekündigt

Die erst vor zweieinhalb Jahren eröffnete Luxus-Diskothek Lío am Paseo Marítimo in Palma stellt ihren Betrieb ein. Die Betreibergruppe hat eine kollektive Kündigung (ERE) eingeleitet und will das Konzept überdenken.

Als Gründe für die Schließung werden die über drei Jahre andauernde Sanierung des Paseo Marítimo, der Parkplatzmangel sowie Probleme mit der Annahme des Hochpreiskonzepts mit Gastronomie, Kabarett und Club genannt.

Nach Einschätzung der Betreiber benötigt das auf internationales, kaufkräftiges Publikum ausgerichtete Format mindestens sieben Monate Hochbetrieb pro Jahr, um profitabel zu sein. Dies sei in Palma aufgrund der ausgeprägten Saisonalität nicht realisierbar gewesen. Auch andere Ausgehlokale an der Promenade mit ihrem einstmals brummendem Nachtleben klagen derzeit über wirtschaftliche Probleme.

Das Lío hatte das legendäre Gebäude der ehemaligen Diskothek Tito’s bezogen und Platz für über 700 Gäste angeboten. Die Zukunft des Standorts ist derzeit ungewiss, während die Lío-Gruppe, die zum Iberostar-Konzern der Familie Fluxà gehört, angeblich trotzdem an eine Expansion in Märkte wie Las Vegas und Dubai denkt.

Nach der Eröffnung im August 2023 sah man sich schon auf Augenhöhe mit Standorten wie Ibiza, London und Mykonos. Das Rezept des Lío-Gruppe bestand aus einer Kombination aus „Luxus, Provokation und Spektakel“: Unter der künstlerischen Leitung von Joan Gràcia und mit der kulinarischen Handschrift von Andreu Genestra gab es Themenshows wie die Zeitreise-Inszenierung „Regreso al futuro“. Foto: Lío Mallorca