
Am Donnerstag, 12. Februar, kam es am Flughafen von Palma de Mallorca zu einer kritischen Situation, als ein Eurowings-Flugzeug aus Hamburg bei der Landung von heftigen Orkanböen erfasst wurde. Der Airbus geriet kurz vor dem Aufsetzen in starke Schieflage und drohte mit einer der Tragflächen die Landebahn zu berühren.
Die Cockpit-Crew entschied in letzter Sekunde, die Landung abzubrechen und einen „Go Around“ durchzuführen – ein Durchstarte-Standardmanöver bei schwierigen Wetterbedingungen. Augenzeugenberichten zufolge brach unter den Passagieren Panik aus, als das Flugzeug erst nach rechts und dann nach links kippte. Passagiere schrien laut Medienberichten vor Panik.
Der Pilot, der nach eigenen Angaben in 14 Jahren Berufserfahrung eine solch heikle Situation noch nicht erlebt hatte, leitete den Flug zunächst nach Valencia um. Dort mussten die Passagiere etwa drei Stunden im Flugzeug ausharren, bevor es zurück nach Mallorca ging. Vier Passagiere, die direkt an den Tragflächen saßen und den Fast-Aufschlag mitansehen mussten, entschieden sich in Valencia auszusteigen.
Das Sturmtief „Nils“ sorgte an diesem Tag für extreme Wetterbedingungen auf Mallorca. Es wurden Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde gemessen. Am Flughafen kam es zu zahlreichen Verspätungen und Flugausfällen.
Seit Anfang des Jahres jagt ein Sturmtief das andere in einem außergewöhnlich regnerischen und windigen Winter auf Mallorca. Mit der Berichterstattung kommt man teilweise kaum noch nach. Auf „Nils“ folgte am Wochenende „Oriana“, bevor es allmählich besser werden soll. Ab etwa 18. Februar wird sogar konstant freundliches und sonniges Inselwetter erwartet. Foto: @controladoresaereos_esp