
Mallorca im Wandel – Insel zwischen Tradition und Wachstum
Mallorca erlebt einen ständigen Wandel: Strandleben, Natur, Tradition und rasanter Tourismuswachstum prägen das Bild der Baleareninsel. In Sachen Mallorca gerät

Wer an die Playa de Palma denkt, hat sofort Bilder im Kopf: Sonne, Meer – und natürlich die legendären Partytempel. Namen wie „Bierkönig“, „Mega-Park“ oder „Bolero“ sind längst so fest mit dem Küstenabschnitt verwoben wie die Serra de Tramuntana mit Mallorcas Landschaft. Sie ziehen verschiedene Alters- und Urlaubstypen an – und genau darin liegt der Reiz. Doch was für den einen pures Vergnügen ist, wirkt auf den anderen chaotisch. Das Verständnis von Spaß hat sich im Laufe der Jahre gewandelt – und zwar deutlich.
Beatrice Ciccardini weiß, wovon sie spricht. Heute führt sie das Restaurant „Zur Krone“, früher buchte sie Künstler für den „Bierkönig“. Sie hat die Entwicklung miterlebt – von den ersten musikalischen Highlights bis zu den Exzessen mancher Urlaubergruppen heute. Wenn sie an die 50er Jahre denkt, sieht sie Sand, wohin das Auge blickte, und Fischerboote, die träge im Wasser schaukelten.
Damals begann Spanien unter Franco, den Tourismus als Wirtschaftsmotor anzukurbeln – auch hier an der Playa. Für viele Deutsche wurde dieser Strandabschnitt das Tor zu Mallorca.
In den 80er und 90er Jahren erlebte die Gegend ihren Party-Durchbruch. Namen wie Tony Marshall, Costa Cordalis oder Jürgen Drews prägten den Soundtrack einer neuen Urlaubskultur. Doch mit der Musik kamen auch neue Begleiterscheinungen – nicht immer zum Vorteil des Images. Ciccardini erinnert sich, dass exzessiver Alkoholkonsum erst Ende der 90er massiv auffiel. Ausgerechnet die Komödie „Ballermann 6“ wirkte wie ein ungewollter Freifahrtschein für enthemmte Feierei. Für die sorgen alltäglich die einschlägigen Sängerinnen und Sänger. Von außen betrachtet sieht es aus, als wäre das Leben der Playa-Künstler ein endloser Sommerabend: Ein paar Hits, gute Laune, Applaus – fertig.
Die Wahrheit sieht anders aus. Wer hier erfolgreich sein will, muss jeden Abend alles geben. Keine halben Sachen, kein Stillstand. Die Gäste erwarten Energie, Charme und das gewisse Etwas – und zwar bei jedem Auftritt.
Playa de Palma ist heute ein Ort der Gegensätze: Zwischen Leichtigkeit und Übermut, Tradition und Partyrausch. Wer hier lebt oder Urlaub macht, spürt diese Dynamik. Vielleicht ist genau das der Grund, warum es immer wieder und auch gerade in diesen Wochen erneut zu Spannungen kommt. „Leben und leben lassen“ hat stets zwei Seiten.

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