
Wird der Ballermann neu erfunden?
Weniger Partytourismus, mehr mediterranes Flair: Die Initiative Palma Beach plant eine radikale Umgestaltung der Playa de Palma – teilweise zum

Kilometerlanger Sandstrand, das Meer zum Greifen nah, eine Promenade, die zum Flanieren einlädt – und dazu ein Sonnenuntergang, der selbst den letzten Stressmoment vergessen lässt. Wer einmal an der Playa de Palma war, versteht sofort, warum die Destination zu den beliebtesten nationalen und internationalen Urlaubszielen: Hier pulsiert das Leben. Cafés, Bars und Hotels reihen sich wie Perlen an einer Kette, während in der Luft ein Duft aus Sonnencreme, Meersalz und gegrillten Calamares liegt.
Doch die Idylle hat auch ihre Schattenseiten. Immer mehr Menschen suchen genau hier ihre Auszeit. Mit der Schönheit und guten Erreichbarkeit kommt eben auch die Last nachvollziehbarer Probleme: Hinter der Kulisse aus Urlaubsfreude und Sommerstimmung steckt eben mehr. Denn so sehr die Playa für Lebenslust steht, so deutlich zeigen sich inzwischen auch ihre Herausforderungen und Schattenseiten.
Wer genau hinsieht – oder besser: hinhört –, bemerkt den Lärmpegel, der nachts selbst bei geschlossenem Hotelfenster kaum abebbt.
Feiernde bis in die frühen Morgenstunden, überquellende Mülleimer, Alkoholexzesse auf offener Straße – nicht jeder Moment an der Playa ist Postkartenidylle.
Wie konnte es so weit kommen? Und wohin geht die Reise? Zwischen dem Wunsch nach Erholung und der Realität des Massentourismus hat sich ein Spannungsfeld entwickelt, das immer drängendere Fragen aufwirft. Fragen, die nicht nur Politik und Anwohner betreffen, sondern in erster Linie Einheimische, aber eben auch Besucher und Urlaubsgäste.
Können wir weiterhin unbeschwert genießen, wenn gleichzeitig das ökologische und soziale Gleichgewicht leidet? In diesem Fokus schauen wir genauer hin. Auf die Vergangenheit, die aus einem einfachen Küstenstreifen ein Ferienmekka gemacht hat. Auf die Gegenwart mit all ihren Gegensätzen – zwischen Genuss und Gedränge. Und auf die Zukunft: Was braucht es, damit die Playa de Palma ein Ort bleibt, an den man gerne zurückkehrt – mit Respekt, Wertschätzung und Weitblick?

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