
„Hallo Helmut“ – Geldstrafe für Käufer
Geschäftsmodell vor dem Aus? Die bekannten „Hallo Helmut“-Händler an Mallorcas Playa de Palma stehen vor großen Herausforderungen. Ab sofort drohen nicht nur den Verkäufern, sondern

Der Lieblingsstrand der Deutschen auf Mallorca steht vor dem größten Wandel seiner Geschichte. Die Playa de Palma soll in den kommenden zehn Jahren für rund 300 Millionen Euro komplett modernisiert werden. Bürgermeister Jaime Martínez stellte Ende Mai einen ambitionierten Plan mit 36 Einzelprojekten vor, der die beliebte Urlaubsregion nachhaltiger, sicherer und attraktiver machen soll.
Das Herzstück der Renovierung ist die komplette Neugestaltung der Strandpromenade, für die allein 80 Millionen Euro auf einer Fläche von über 600.000 Quadratmetern investiert werden sollen. Doch die Pläne gehen weit über eine optische Verschönerung hinaus. Der globale Handlungsplan umfasst Maßnahmen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Mobilität, Kultur, Sport und Wohnungsbau.
Grüne Lunge
Ein zentraler Baustein ist die ökologische Aufwertung. Geplant sind umfangreiche Renaturierungsprojekte mit neuen Grünachsen und Fußwegen, unter anderem entlang der Sìquia de Sant Jordi und des Passeig Meravelles. Der Naturraum Es Carnatge auf Höhe des Flughafens soll erhalten und renaturiert werden, mit besonderem Fokus auf den Schutz heimischer Arten. Bereits heute findet sich dort eine nette Promenade für Spaziergänger.
Der bisherige Minigolfplatz „Dino Golf“ soll umgemodelt werden. Dort sind neue Sportanlagen wie Strandvolleyball- und Fußballfelder vorgesehen.
Für die Mobilität sind wegweisende Projekte vorgesehen: Die neue Eisenbahnlinie Palma-Llucmajor mit mehreren Stationen an der Playa de Palma soll irgendwann in den 2030er Jahren die Anbindung für Bewohner und Pendler verbessern. Das Fahrradverleihsystem BiciPalma wird um 13 neue Stationen erweitert. Zusätzlich entstehen neue Parkplätze, darunter im Bereich Les Meravelles mit 319 Stellplätzen inklusive E-Ladestationen und Solardächern. Ein ganz wichtiger Aspekt des Plans ist die Schaffung von neuem Wohnraum. In Ses Fontanelles sollen 434 Wohnungen und 47.000 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen, wobei das dortige Feuchtgebiet erhalten bleibt. Das Bauprojekt Vista Alegre sieht bis zu 184 neue Wohneinheiten vor.
Gleichzeitig wird der Tourismus modernisiert: Neue Touristenunterkünfte sind künftig verboten, bestehende müssen aufgewertet oder in Wohnraum umgewandelt werden. Die Stadt will konsequent gegen illegale Ferienangebote vorgehen und veraltete Betriebe modernisieren.
Das kulturelle Angebot wird erweitert. Geplant ist ein archäologisches Zentrum zur Mittelmeerkultur in Es Carnatge sowie die Präsentation von vier archäologischen Fundstätten. Von den rund 40 Millionen Euro, die allein in den kommenden drei Jahren fließen sollen, stammen 80 Prozent von der Landesregierung.
Die Transformation zielt darauf ab, die Balance zwischen touristischer Attraktivität und Lebensqualität für Einheimische zu finden. In zehn Jahren könnte der Ballermann ein völlig neues Gesicht haben: grüner, nachhaltiger und moderner – falls die zahlreichen globalen Krisen den selbsternannten Transformierern keinen Strich durch die Rechnung machen.

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