
Drei von vier Taxifahrern an der Playa de Palma zocken offenbar Touristen systematisch ab. Bei einer Testreihe mit der gleichen Strecke – vom Bierkönig bis zum Hotel El Cid in Can Pastilla – zahlte ein als typischer deutscher Tourist getarnter Tester vier unterschiedliche Preise, wie die Mallorca Zeitung getestet hat.
Die etwa 3,4 Kilometer lange Fahrt kostete zwischen 6,25 und 12,90 Euro. Nur eine einzige Taxifahrerin berechnete den korrekten Preis von 6,25 Euro. Der Betrug funktioniert denkbar einfach: Kurz vor Erreichen des Ziels drücken die Fahrer einen Knopf am Taxameter, der den Preis erhöht. Dieser Trick wurde bei allen überteuerten Fahrten beobachtet.
Alfonso Rodríguez vom Verbraucherschutzverband Consubal rät Urlaubern, nach Möglichkeit Spanisch mit dem Fahrer zu sprechen, bei längeren Strecken den Preis vorab zu vereinbaren, und sich immer eine Quittung geben zu lassen.
Allerdings gibt es auch legale Taxi-Zuschläge, so etwa 1,15 Euro bei Bestellung über die Zentrale oder 4,65 Euro bei Fahrten zum Flughafen oder Hafen. Gepäckzuschläge greifen erst ab 50 Kilo und zwar abhängig von der Zahl der Fahrgäste und Koffer. Auch bei weniger Gepäck freut sich der Fahrer aber über ein Trinkgeld.
Als Alternative zum Taxi empfiehlt sich unter Umständen die Nutzung von Uber oder zumindest ein Vergleich – insbesondere bei längeren Strecken. Zwar sind die Uber-Preise meist deutlich höher, dafür aber nicht so leicht manipulierbar.
Besondere Vorsicht ist im Übrigen bei Kartenzahlung geboten, denn kürzlich wurden einige Fälle von Doppelabbuchungen berichtet. Das ist aber weitaus weniger verbreitet als der Trick mit dem Knopf. Foto: Archiv