Seit dem 24. Januar gelten für Mallorca-Urlauber verschärfte Einreisebedingungen bei ihrer Rückkehr nach Deutschland. Grund ist die neue Einstufung von EU-Ländern bezogen auf die jeweils registrierten Inzidenzen. Bislang wurde zwischen Gebieten mit besonders ansteckenden Varianten des Coronavirus und "normalen" Risikogebieten unterschieden. Nun gibt es zusätzlich sogenannte "Hochinzidenzgebiete". Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.
Spanienweit betrug dieser Wert bei Redaktionsschluss 541, auf den Balearen 305 und damit weit über der deutschlandweiten Inzidenz von 101.
Damit ändern sich zunächst die Einreiseregularien für Urlaubsrückkehrer. Während sich Reisende aus "normalen" Risikogebieten spätestens 48 Stunden nach ihrer Rückkehr auf eine mögliche Corona-Infektion testen lassen müssen, müssen Einreisende aus Hochrisikogebieten den Test nach höchstens 48 Stunden vorlegen. Die Bundesländer haben zudem die Möglichkeit, die Ausnahmeregeln der zehntägigen Pflichtquarantäne einzuschränken.
Nach der Konferenz der europäischen Staats- und Regierungschefs steht fest, dass das Reisen innerhalb der EU künftig erschwert werden könnte. Im Gespräch sind neue Test- und Quarantänepflichten für Rückkehrer aus Hochrisikogebieten. Diese sollen auf der bestehenden "Corona-Ampel -Karte" mit Dunkelrot markiert werden. Wer aus diesen Gebieten in sein Heimatland einreise könnte, so der Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, bereits vor Abflug zu einem negativen Test verpflichtet werden und bei Ankunft in Quarantäne gehen.
Erneute Grenzschließungen sind, nach den Worten von EU-Ratschef Charles Michel, hingegen keine Option. Auch soll es keine Privilegien für bereits geimpfte Personen geben. Ob es irgendwann einen EU-weiten Impfpass geben wird, ist nicht sicher.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und hohen Infektionszahlen ist die Corona-Entwicklung auf Mallorca zumindest hoffnungsvoll. Corona-Sprecher Javier Arranz erklärte, die Tendenz der Ansteckungen mit dem Virus auf der Insel sei "eindeutig fallend". Allerdings biete diese Einschätzung noch keinen Spielraum für weitere Prognosen oder gar eine Lockerung der Restriktionen.
Entsprechend verschärfte Eurowings die Schutzbestimmungen an Bord. Ab dem 1. Februar werden nur noch Passagiere mitfliegen, die eine medizinische Schutzmaske tragen. Alltagsmasken aus Stoff sind damit nicht mehr erlaubt. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Fluggäste, die aufgrund eines gültigen, ärztlichen Attests keine Maske tragen dürften, oder die einen negativen Coronatest vorlegen können, der beim planmäßigen Reisebeginn nicht älter als 48 Stunden ist.
Flüge zwischen Mallorca und Deutschland gibt es aktuell kaum noch. Laut AENA konzentrierten sich die Verbindungen von und nach Düsseldorf. Flüge zu anderen deutschen Airports, wie zum Beispiel Stuttgart, sind ab dem 7. Februar geplant.